Verletzungsbedingte Boxenruhe
Da Pferde als soziale Herdentiere von Natur aus auf Bewegung und den Kontakt zu Artgenossen angewiesen sind, stellt die verordnete Boxenruhe eine besondere Herausforderung dar. Die Einschränkung der Bewegung ist häufig notwendig, um den Heilungsprozess nach Verletzungen oder Operationen optimal zu unterstützen. Gleichzeitig sollten Maßnahmen ergriffen werden, die das Wohlbefinden des Pferdes während dieser Zeit fördern. Dazu gehören eine angepasste Fütterung, mentale Beschäftigung sowie gezielte Pflege- und Therapiemaßnahmen.
Die Zellkraft Magnetfeldtherapie kann während der Boxenruhe eine wertvolle, nicht-invasive Unterstützung bieten. Durch die Stimulation der Durchblutung und des Zellstoffwechsels werden körpereigene Regenerationsprozesse angeregt. Die Anwendung kann die Wund- und Gewebeheilung fördern, Schmerzen reduzieren und gleichzeitig für Entspannung sorgen.
Regeneration und Heilung
Pulsierende Magnetfelder aktivieren den Zellstoffwechsel. Dadurch können Nährstoffe effizienter in die Zellen gelangen und Stoffwechselprodukte besser abtransportiert werden. Dies kann insbesondere bei Sehnen- und Bänderverletzungen die Regeneration unterstützen.
Entspannung und Stressabbau
Viele Pferde reagieren auf die ungewohnte Bewegungseinschränkung mit Unruhe und Stress. Die Magnetfeldanwendung kann beruhigend auf den Organismus wirken und dazu beitragen, innere Anspannung zu reduzieren.
Unterstützung der Muskulatur
Während längerer Ruhephasen besteht die Gefahr eines Muskelabbaus. Durch die Förderung der Durchblutung kann die Magnetfeldtherapie die Muskulatur unterstützen und dem Verlust von Muskelmasse entgegenwirken.
Anwendung und Dauer
Bei akuten Verletzungen oder während einer Phase der Boxenruhe kann die Anwendung täglich für etwa 15 bis 45 Minuten erfolgen. Die Wahl der Frequenz sollte dabei an das jeweilige Ziel angepasst werden:
• Turniermodus (5 Hz, Frequenzstufe 5): zur Förderung von Entspannung und allgemeinem Wohlbefinden
• Normalmodus (Multifrequenz, Stufe 8): zur Unterstützung von Muskulatur und Regeneration
Hinweis: Die Magnetfeldtherapie ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung, kann jedoch begleitend eingesetzt werden – ohne Nebenwirkung!
1. Rationsanpassung
Da der Energiebedarf bei strikter Boxenruhe drastisch sinkt, muss die Fütterung sofort umgestellt werden.
• Kein Kraftfutter/Getreide: Streichen Sie energiereiches Futter, um gefährlichen Übermut (Kolik- oder Verletzungsgefahr) zu verhindern.
• Raufutter als Hauptbeschäftigung: Der Darm braucht kontinuierlich Beschäftigung. Bieten Sie hochwertiges Heu in engmaschigen Netzen an. Dies verlängert die Fresszeit und beugt Langeweile vor.
• Kauschutz: Etwas Stroh zum Knabbern (falls nicht tierärztlich verboten, z.B. bei Hufrehe) oder frische, unbehandelte Zweige (Obstbaum) sorgen für willkommene Abwechslung.
• Zusätze: Um den Magen-Darm-Trakt zu unterstützen, kann hochwertiges Leinöl (ca. 50 ml) zugefüttert werden.
2. Psychische Beschäftigung
Ein gelangweiltes Pferd neigt zu Stress und Verhaltensauffälligkeiten wie Weben oder Scharren.
• Sensorische Anreize: Das Aufhängen von Lecksteinen (speziell für Pferde) oder Knabberhölzern lenkt ab.
• Aussicht ermöglichen: Ein Sichtkontakt zu anderen Pferden über ein Gitter oder die offene Boxentür ist essenziell, um die Isolation zu mildern.
• Anti-Stress-Training: Clickertraining oder kleine Denksportaufgaben (z. B. Leckerlis unter Hütchen suchen) beschäftigen den Geist, ohne den Körper zu belasten.
3. Physisches Wohlbefinden & Pflege
Ohne Bewegung leidet die Durchblutung und es können leicht Ödeme (Anschwellungen) entstehen.
• Intensive Putzzeit: Ausgiebiges Striegeln und Bürsten regt die Durchblutung und den Lymphfluss an.
• Massagen: Sanfte Massagen oder die manuelle Lymphdrainage lockern die verspannte Muskulatur, die durch das Stehen entsteht.
• Kratzmöglichkeiten: Das Anbringen einer Kratzmatte an der Boxenwand bietet dem Pferd die Möglichkeit, sich selbst zu scheuern und abzulenken.
4. Vorsicht & Sicherheit
Ruhe im Stall: Stress im Umfeld überträgt sich auf das Pferd. Achten Sie auf geregelte Fütterungszeiten und einen ruhigen Stallalltag.•
Tierärztliche Absprache: Klären Sie im Vorfeld genau ab, ob Beruhigungsmittel (Phytotherapie) oder bestimmte Beschäftigungsmaterialien (z.B. viel Stroh bei Hufrehe) erlaubt sind.
Zusammenfassung
Mit angepasster Pflege, Beschäftigung und unterstützenden Maßnahmen wie der Magnetfeldtherapie lässt sich die Zeit der Boxenruhe für dein Pferd deutlich angenehmer gestalten.
Weitere Blogeinträge
Hast du noch Fragen?
Solltest du noch Fragen oder Anregungen zu unseren Zellkraft®-Produkten haben oder Unterstützung bei der Anwendung benötigen, kontaktiere uns gerne und vereinbare einen Beratungstermin mit einem unserer Zellkraft®-Experten.